Ueber die Betheiligung der Milz und des Knochenmarks an der Bildung rother Blutkörperchen bei Vögeln

  • Dr. Theodor Korn
  • Published 2005 in Archiv für pathologische Anatomie und Physiologie und für klinische Medicin

Abstract

W~ihrend die yon E. bIeumann ermittelten Thatsachen ilber die Blutbildung im Knochenmark der S~iugethiere dahin drtingen, bier die Hauptbrutstiltte der rothen Blutk8rperchen zu suchen, spricht sich in Betreff der VBgel in seinem Aufsatze: ,,Ueber Knocbenmark und Blutbildung" (Archly fUr mikroskopische Anatomic Bd. XVI[) Rindf le isch dabin aus, dass bei ibnen ,die Milz das weitaus wichtigste Organ der H~matogenese sei". Zur PrUfung dieser mit grosser Bestimmtheit aufgestellten Ansicbt, stellte ich auf Veranlassung des Herrn Prof. E. Neum ann im Sommersemester 1880 einige Experimente an Tauben an, fiber die ich mir hier zu berichten erlaubel). Da ich annehmen musste, dass die verbreitete Ansicht, dass die Knochen der VSgel lufthaltig seien, Rindf le i sch zu jenem Ausspruch verleitet haben mSehte, so war es zun~ichst meine Aufgabe, die Knochen der VSgel auf ihren Markgehalt zu untersuchen. Bei jungen, noch nicht ausgewachsenen Tauben fand ieh alle R~hrenknoehen markhaltig, und zwar war bei ihnen das gauze Knochenrohr mit einem scb~nrothen, lymphoiden Mark ausgeRillt, das nur mikroskopisch geringe Beimengungen von Fett erkennen liess. Sobald die Tauben flUgge wurden, versehwand das Mark aus dem Humerus und der Clavieula vollst~tndig; manchreal konnte ieh noch eine Metamorphose des rothen lymphoiden in gelbes Fettmark beobachten; dieses macht aber sehr bald der Luft Platz. Alle anderen Ri)brenknochen bleiben w~hrend des ganzen

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